Das Lightning-Netzwerk entdecken, erkunden und entwickeln

Am 1. September findet in Berlin der dritte Lightning-Hackday statt. Unter den Sprecher sind einige der wichtigsten Entwickler des Offchain-Netzwerkes. Wer schon immer in Lightning einsteigen oder tiefer hineinleuchten wollte, wird auf dem Hackday fündig werden. Das Bitcoinblog.de macht diesmal als Medienpartner auch mit.

Es dürfte nichts geben, was die deutsche Bitcoin-Szene derzeit so elektrisiert, wie der Aufbau des Lightning Netzwerkes. Lightning verspricht, sämtliche Skalierungs-Probleme von Bitcoin endgültig und für immer zu lösen. Nebenbei bringt es noch sichere Transaktionen in Echtzeit und mehr Privacy.

Allerdings ist Lightning alles andere als einfach. Um es konzeptionell zu verstehen, muss man sich ein paar Knoten ins Gehirn denken und diese beiden Artikel gründlich lesen. Noch komplizierter ist es, das Lightning-Netzwerk anzuwenden. Es handelt sich um eine Software, die erst vor kurzem entwickelt wurde, um ein Netzwerk, das sich erst noch ausbreitet, und um ein Konzept, das vielversprechend, aber hoch-experimentell ist. Daher dürfte Lightning für viele derzeit vor allem eine verwirrende Herausforderung sein. Es ist schwierig, Potential und Beschränkungen für die Praxis zu erkennen.

Der Lightning-Hackday, veranstaltet von Jeff Gallas’ Firma Fulmo, hilft hier weiter. Wer mehr über Lightning wissen will – und sei es nur, um zu wissen, dass es nichts für einen ist – findet hier ebenso Informationen wie diejenigen, die einen Lightning-Node aufsetzen oder gar eine spezielle Lightning-App (kurz: Lapp) entwickeln wollen. Als dritte Veranstaltung ihrer Art macht der Hackday Berlin zu einem der globalen Zentren des Lightning-Netzwerks.

Auch diesmal nehmen hochkarätige Sprecher am Hackday teil. Zu nennen sind etwa Christian Decker von Blockstream, Fabrice Drouin von Acinq, Johan Halseth von Lightning Labs, Jonas Nick von Blockstream und Stefan Richter von BitcoinPrivacy. Eher zweifelhaft finde ich persönlich Giacomo Zucco, dessen bisherige Vorträge mich mit ihrem mäßig geistreichen Fanatismus eher abgestoßen haben. Aber vielleicht wird er sich auf dem Hackday ja mehr auf die Technik konzentrieren. Ohnehin lässt der Hackday den Teilnehmern eine Menge Freiheit, um sich das Programm selbst zu basteln. Er wird auch im offenen Stil eines Barcamps ablaufen, in dem die Teilnehmer sich selbst für Themen entscheiden können. Spontane Vorträge oder Workshops sind dementsprechend willkommen.

Das Bitcoinblog.de wird diesmal auch am Hackday teilnehmen, und zwar als Medienpartner. Das mag den einen oder anderen verwunden, da ich bei vielen dafür bekannt bin, ein “Big Blocker” oder ein “bcash shill” zu sein. Manche meinen nun, dass ich daher naturgemäß etwas gegen das Lightning-Netzwerk haben muss. Das ist falsch. Ich habe diese Entweder-Oder-Perspektive, in der es nicht um Fakten oder Ideen, sondern vor allem um Teams geht, nie verstanden.

Stattdessen habe ich das Offchain-Netzwerk von Anfang an interessiert verfolgt und bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt. Dass ich dabei noch aus diversen Gründen sehr skeptisch bin, ob Lightning wirklich die hohen Versprechen seiner Fans erfüllt, ist für mich nur ein Grund mehr, am Hackday teilzunehmen und mich mit der Technik zu beschäftigen. Mein Ziel ist es, für meine Webseite Bitcoin-Buch.org Zahlungen per Lightning zu akzeptieren. Technisch sieht es schon mal ganz gut aus, allerdings frage ich mich, wie ich die eingehende Liquidität in die Channels bringen soll.

Aber davon ein andermal mehr. Hier geht es um den Lightning-Hackday. Er wird am 1. September von 9 bis 18 Uhr im Ahoy Coworking Space in der Wattstraße 11 in Berlin stattfinden. Vorträge und Barcamp finden parallel statt. Die Tickets kosten je nach Zahlungsart 5 Euro (Lightning) oder 50 Euro (Bitcoin), sind aber an sich kostenlos – man kann das Geld auf der Veranstaltung zurückbekommen. Laut Webseite werden die Zahlungen nur verlangt, um sicherzustellen, dass die Teilnehmer ein gewisses Basis-Wissen über Bitcoin und / oder Lightning haben. Dank der Sponsoren BitBox und ExchangeUnion sind Getränke, eine Mittagsmahlzeit und ein deftiges Abendessen schon im Ticketpreis inbegriffen.

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